KRITEX - Kritische Infrastrukturen im technischen Wandel

Projekt

Über einen ganzheitlichen Ansatz schafft das Projekt mehr Sicherheit für Infrastrukturbetreiber in der Energieversorgung und es wird eine größtmögliche Widerstandsfähigkeit gegen Angriffe von außen realisiert. Ausgehend vom Sicherheitsbedarf werden rechtliche Regeln unter Berücksichtigung des Rechtsrahmens sowie der Regulierungsbedarf untersucht.

Gemeinsam mit seinen Mitgliedern, dem IT-Sicherheitsdienstleister QGroup und der Universität Kassel arbeitet das House of Energy an dem Projekt KRITEX. Mit rund 500.000 € wird das knapp zweijährige Projekt im Programm für zivile Sicherheit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Kritische Infrastrukturen, zu denen auch die Stromversorgung zählt, geraten immer stärker in den Fokus von Cyberangriffen. Durch die Energiewende, insbesondere die Dezentralisierung der Energieerzeugung sowie die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung der Infrastruktur, wird das Versorgungsnetz immer komplexer und verwundbarer. Die Angriffsfläche steigt derart, dass bereits heute klassische IT-Sicherheit für den Schutz nicht mehr ausreicht und Regelungsbedarf besteht. Hier setzt das Projekt KRITEX an. Darin wird die Konfiguration einer skalierenden IT-Sicherheitsplattform für Betreiber Kritischer Infrastrukturen in ihrer Abhängigkeit von rechtlichen, technischen und praktischen Aspekten untersucht. Darüber hinaus werden Mechanismen zur effektiven Risikodeckelung von den Projektpartnern betrachtet.

Ausgehend vom Sicherheitsbedarf der Infrastrukturbetreiber in der Energieversorgung werden rechtliche Regeln unter Berücksichtigung des bestehende Rechtsrahmens sowie der Regulierungsbedarf untersucht.

Im Gegensatz zu klassischen, häufig punktuellen Ansätzen der IT-Sicherheit verfolgt das Projekt einen ganzheitlichen Ansatz zur grundsätzlichen, resilienten Ausgestaltung der digitalisierten Infrastruktur (IT/OT/IoT) für Betreiber kritischer Infrastrukturen. Das Vorhaben bedient sich eines strukturierten Resilienzaufbaus von der Kernel- und Betriebssystemebene aufwärts, der von vornherein die Anpassbarkeit an rechtliche Anforderungen berücksichtigt. Der systematische Aufbau eines wirksamen, skalierenden und praktikablen Schutzes vor immer raffinierteren Angriffen soll für die Betreiber von Kritischen Infrastrukturen vereinfacht werden.

Die Untersuchungen werden beispielhaft mit Unterstützung des assoziierten Partners Städtische Werke Netz + Service GmbH durchgeführt. Insbesondere soll auf die Erkenntnisse des Smart Grid LAB Hessen zurückgegriffen werden, welches ein Labor ist, in dem das intelligente Stromnetz (Smart Grid) der Zukunft aus verschiedenen Blickwickeln unter realen Bedingungen untersucht wird.

Ziele

Das Projekt KRITEX soll über einen ganzheitlichen Ansatz, der rechtliche Fragen einschließt, mehr Sicherheit für Netzbetreiber schaffen und eine größtmögliche Widerstandsfähigkeit gegen Angriffe von außen realisieren. Die Erhöhung der (Cyber-)Resilienz soll vor den Folgen von Versorgungsausfällen und damit verbundenen Kaskadeneffekten schützen. Die Übertragbarkeit des KRITEX-Ansatzes auf andere Infrastrukturen ist im Projektverlauf ebenfalls ein Ziel.

Die Rolle des House of Energy im Projekt

Im Rahmen eines Unterauftrags unterstützt das House of Energy das Projektteam durch die Organisation eines Projektbeirats sowie durch Öffentlichkeitsarbeit.

Gefördert durch

Kontakt

Dipl.-Geoökol. Anja Schaldach

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