Im Forschungsprojekt CARMEN – Carbonate Looping mit einer mobilen Anlage wurde nun der Auftrag für den Bau der mobilen Pilotanlage vergeben. Damit ist ein wichtiger weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Demonstration des innovativen Carbonate-Looping-Verfahrens (CaL) mit realen Industriegasen erreicht.
Mit Caloric wurde ein erfahrener Anlagenbauer für das Detailengineering und den Bau der Anlage beauftragt. Ausgehend vom Kickoff im vergangenen Dezember wird eine Bauzeit von insgesamt 12 Monate erwartet. Alle Projektpartner blicken mit großer Vorfreude auf die Fertigstellung.
Im Projekt CARMEN entwickeln Forschende unter der Leitung der Technischen Universität Darmstadt eine mobile CaL-Pilotanlage, mit der CO₂ aus Abgasen energieintensiver Industrieanlagen abgeschieden wird. Die Pilotanlage soll an fünf verschiedenen Standorten in unterschiedlichen Branchen – von Müllverbrennungsanlagen über eine Papierfabrik bis hin zu Kalk- und Zementwerken – betrieben werden, um unter realen Bedingungen wichtige Daten zur Integration, Effizienz und Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zu gewinnen.
„Mit dem jetzt erteilten Auftrag treten wir in die nächste Phase des Projekts ein“, sagt Jochen Ströhle, Projektleiter TU Darmstadt. „Der Bau der Pilotanlage ist der Schlüssel, um das CaL-Verfahren unter realen industriellen Bedingungen zu erproben und die Technologie Schritt für Schritt näher an die Marktreife zu bringen.“
Das CaL-Verfahren dient der CO₂-Abscheidung aus industriellen Abgasen und gilt als besonders geeignet für energieintensive Prozesse. Im Projekt CARMEN steht erstmals die Demonstration des Verfahrens mit realen Industrieabgasen in einer mobilen Pilotanlage im Fokus, um zentrale technische und wirtschaftliche Kennzahlen für den industriellen Einsatz zu ermitteln.
Mit dem Beginn des Anlagenbaus geht das Verbundprojekt in eine entscheidende Umsetzungsphase über. Die im Betrieb der mobilen Pilotanlage gewonnenen Erkenntnisse sollen eine belastbare Grundlage für die Bewertung und Weiterentwicklung des Carbonate-Looping-Verfahrens in industriellen Anwendungen schaffen.
Weitere Informationen auf der Projektwebsite CARMEN Carbonate Looping