CeraSalt ist ein Hersteller für resiliente stationäre Batterien für kritische Infrastruktur-Anwendungen. CeraSalt ist aus der technischen Kompetenz der Alumina Systems GmbH in Redwitz, Bayern, hervorgegangen. Alumina Systems ist auf anspruchsvolle Keramik-Metall-Verbundteile für High-Tech-Anwendungen spezialisiert. Genau dieses Know-how war die Voraussetzung, um die keramischen Kernkomponenten einer Natrium-Nickelchlorid-Zelle nicht nur zu verstehen, sondern neu zu konstruieren, industriell zu beherrschen und in einen skalierbaren Produktionsprozess zu überführen. Wesentliche Elemente proprietären Wissens liegen u.a. in der Formulierung der Beta-Alumina Keramik und im hermetischen Zellverschluss, den das Unternehmen als Glaslötverfahren neu entwickelt hat.
Seit 2016 verfolgt Alumina Systems das Batterieprojekt mit zwei klaren Zielen: erstens die Weiterentwicklung des historischen keramischen Zelldesigns zu einer leistungsfähigen, stabilen und produzierbaren Zellgeneration 4; zweitens den Aufbau einer eigenen industriellen Zellfertigung in Deutschland. Damit unterscheidet sich CeraSalt wesentlich von vielen Batterieprojekten, die sich auf Modulmontage beschränken. CeraSalt kontrolliert den technologischen Kern der Zelle.
Das Projekt wurde im Rahmen der europäischen IPCEI-Programme (Important Project of Common European Interest) als strategisch förderwürdig eingestuft. Während der Schwerpunkt vieler europäischer Batterieinitiativen auf Lithium-Ionen-Technologien für die Automobilindustrie liegt, verfolgt CeraSalt einen anderen Ansatz: stationäre Speicher für kritische Infrastruktur auf Basis einer nicht brennbaren Natrium-Metall-Chlorid-Zellchemie mit Festkörper-Elektrolyt. Die wichtigsten Einsatzstoffe sind Keramik, Kochsalz, Nickel und Eisen – Materialien, die deutlich besser zu europäischen Anforderungen an Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und industrielle Unabhängigkeit passen. Weitere Vorteile sind die Recyclingfähigkeit, Langlebigkeit, Wartungsfreiheit, hohe Flächeneffizienz durch einfache Stapelbarkeit ohne notwendige Zusatz-Aggregate, hohe Systemverfügbarkeit, flexible Leistungsprofile auf Basis einer keramischen Plattform-Strategie, und Betrieb unabhängig von der Umgebungstemperatur (d.h. operiert auch heißen Ländern ohne Kühlung).
Die von der Europäischen Union orchestrierte Förderung durch Bundesregierung und Freistaat Bayern unterstreicht den industriepolitischen Charakter des Projekts. CeraSalt baut nicht lediglich ein Produkt, sondern eine vollständige technologische Wertschöpfung auf: Zellchemie, keramisches Design, Materialherstellung, Zellfertigung und Skalierungskonzept unter Einbeziehung europäischer Maschinen- und Materiallieferanten. Damit entsteht eine europäische Speichertechnologie, die dort ansetzt, wo der Markt dringend Alternativen benötigt.
Die wesentlichen Entwicklungsziele sind erreicht. Das Zellendesign wurde hinsichtlich Leistung, Stabilität, Verlässlichkeit und Produzierbarkeit optimiert. Gleichzeitig wurde der industrielle Herstellungsprozess definiert und umgesetzt – von der keramischen Produktion über Kathoden- und Anodenmaterialien bis zur Befüllung und zum hermetischen Zellverschluss.
CeraSalt fertigt heute bereits Batteriezellen in der eigenen Fabrik und bereitet die nächste Skalierungsstufe vor.
Bahnhofstr. 43
96257 Redwitz